Altes Gemälde der Freyung in Wien inklusive Kräuterhaus

Unsere Unternehmensgeschichte

Inhaltsverzeichnis

Vom kleinen Kräuterhändler zum führenden Kräuterproduzenten in Österreich

Im Jahr 2025 feiern KOTTAS PHARMA und die Familie Kottas-Heldenberg eine beeindruckende 230-jährige Unternehmensgeschichte. Alles begann vor über zwei Jahrhunderten mit einem bescheidenen Verkaufsstand auf der Freyung, einem der bekanntesten Plätze in der Wiener Innenstadt. Bis heute ist das Familienunternehmen tief mit diesem geschichtsträchtigen Ort verwurzelt und trägt das traditionelle Kräuterwissen und die über Jahrhunderte gewachsene Heilkräuterkompetenz in die Zukunft.

Die Anfänge: Das kleine Geschäft auf der Freyung

Unsere Unternehmensgeschichte beginnt im 18. Jahrhundert, einer besonders spannenden und dynamischen Epoche der Wiener Stadtgeschichte. Nach den überstandenen Pestepidemien und einigen ereignisreichen Jahrhunderten wächst die Stadt wieder kontinuierlich an. Reformkaiser Joseph II. bringt frischen Wind in die Stadtverwaltung und an allen Ecken Wiens blüht die Bautätigkeit auf. Auf der Freyung im heutigen 1. Bezirk herrscht ein reges Markttreiben. Kleine Verkaufsstände säumen den Platz, an denen frisches Obst, Gemüse und Kräuter angeboten werden. Auf diesem Markt ist die Familie Kottas-Heldenberg als einer der sogenannten „Dürrkräutler“ vertreten. So werden damals Händler bezeichnet, die getrocknete Kräuter verkaufen.

Im Jahr 1795 – zu dieser Zeit herrscht Franz II. als letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches – erfolgt schließlich die Vergrößerung der Verkaufsstätte: Anton Kottas-Heldenberg eröffnet im Prioratshaus des Schottenstifts, auch bekannt als „Schubladkastenhaus“ (erbaut 1774), die Medicinische Kräuter Handlung und legt damit den Grundstein für das erfolgreiche Familienunternehmen. Noch heute wird das kleine Geschäft auf der Freyung von der Familie Kottas-Heldenberg betrieben – mittlerweile unter dem Namen KOTTAS Kräuterhaus.

19. Jahrhundert

Schauplatz eines Kongresses, der eine lange Friedensperiode ermöglicht, und 1848 bricht die Revolution aus. Indes entwickelt sich die Medicinische Kräuter Handlung über die nächsten Familiengenerationen zu einer gefragten Adresse für Heilkräuter. Außerhalb der Hauptstadt des Kaisertums Österreich ist das kleine Geschäft zunächst unbekannt. Dies ändert sich Ende des 19. Jahrhunderts, als der Ausbau der Arzneihandlung allmählich Gestalt annimmt.

Wenngleich die Stadt äußerlich immer mehr erblüht, sind die Lebensbedingungen der Menschen prekär. Krankheiten wie Tuberkulose und Magen-Darm-Infekte sind in Österreich weit verbreitet. Seit jeher ist es Familie Kottas-Heldenberg ein großes Anliegen, Produkte anzubieten, die den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit entsprechen. So entwickelt sie damals spezielle Kräutermischungen zur Linderung dieser Beschwerden.

Anfang 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bleiben pflanzliche Heilmittel gefragt.

Nach dem Ersten Weltkrieg besteht eine große Nahrungsmittelknappheit, die wenigen verfügbaren Lebensmittel sind oftmals verunreinigt. Weite Teile der Wiener Bevölkerung leiden an Magen-Darm-Infektionen, die durch Würmer verursacht werden. Um den Menschen zu helfen, entwickelt Familie Kottas-Heldenberg einen sogenannten „Wurmtee“. Die Nachfrage ist so groß, dass sich vor der Medicinischen Kräuter Handlung Menschenschlangen bilden und der Tee rationiert werden muss.

In den folgenden Jahren werden viele Kräuterrezepturen weiterentwickelt. Einige dieser Teemischungen – wie der Magen-Darmtee oder der Herz-Kreislauftee – sind heute noch in unveränderter Form im KOTTAS Kräuterhaus erhältlich.

Den Zweiten Weltkrieg übersteht das kleine Geschäft auf der Freyung nicht unbeschadet. Im Herbst 1944 wird es im Zuge eines Luftangriffs getroffen.

Schwarz-Weiß-Fotografie des KOTTAS Lagers

Aufschwung in der Nachkriegszeit

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren kommt es zu einer Rückbesinnung auf natürliche Heilmittel. Weil viele Arzneimittel rar werden, erfahren Kräuter zur Linderung diverser Beschwerden eine neue Wertschätzung.

Zu jener Zeit sind Heilkräuter aus aller Welt in Österreich schwer erhältlich. Familie Kottas-Heldenberg reist nach Genua, Hamburg und in weitere Städte, um an den internationalen Häfen Kräuter direkt vom Schiff weg einzukaufen.

Später folgen Reisen in bedeutende Teenationen wie Sri Lanka, Indien und Japan. Einige der damals geknüpften Geschäftsbeziehungen bestehen bis heute fort, darunter die langjährige Zusammenarbeit mit einem kleinen japanischen Familienbetrieb, der den Grüntee liefert.

Ein neues Kapitel: Etablierung des Heilkräutergroßhandels

Angesichts des enormen Bedarfs an Arzneipflanzen in den Apotheken beginnt Familie Kottas-Heldenberg, Heilkräuter in größerem Umfang zu beschaffen und diese zu beliefern. Der KOTTAS Heilkräutergroßhandel wird als zweites Geschäftsfeld neben dem Einzelhandelsgeschäft Mag. Kottas Kräuterhaus (vormals Medicinische Kräuter Handlung) etabliert.

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, wird in den 1960er-Jahren ein neues Produktionsgebäude für die Weiterverarbeitung in Wien Mauer (23. Bezirk) errichtet. Im Laufe der Zeit erweitert KOTTAS das Sortiment auf 600 Heilkräuter. Diese beachtliche Anzahl an Arzneipflanzen bietet das Familienunternehmen noch heute in unterschiedlichsten Formen an – von geschnitten über gemahlen bis hin zu granuliert.

Eine weitere Variante kommt mit den KOTTAS Tees im Filterbeutel hinzu. Ab 1965 sind diese unter dem Namen „Kräuterexpress“ im Mag. Kottas Kräuterhaus und in den Apotheken erhältlich. Die Bezeichnung „Kräuterexpress“ verweist auf die schnellere Zubereitungsweise im Vergleich zu losem Tee. Um die Produktion großer Mengen zu ermöglichen, wird Anfang der 1970er die erste leistungsfähige Filterbeutelmaschine angeschafft.

Dr. Alexander Kottas-Heldenberg

Dr. Alexander-Kottas-Heldenberg

Der Wandel zum Pharmaunternehmen in den 2000ern

KOTTAS avanciert zu einem der führenden Heilkräuterproduzenten Österreichs, ist heute Partner zahlreicher Unternehmen im medizinischen Bereich und darüber hinaus und beliefert Apotheken, Drogerien sowie die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie mit Heilkräutern in Arzneibuchqualität.

1989 steigt Dr. Alexander Kottas-Heldenberg neben seiner Tätigkeit als Arzt an der Seite seines Vaters ins Familienunternehmen ein. 2000 tritt er die Unternehmensnachfolge an. Er baut KOTTAS zum Pharmaunternehmen aus und leitet eine umfassende Modernisierung ein. 2006 werden neue Lagerhallen, ein Hochregallager und ein Bürogebäude im 23. Bezirk errichtet, die Firmenzentrale wird vom 1. in den 23. Bezirk verlagert. Die Produktionsstätte in Wien Mauer wird ausgebaut und es werden technisch hochmoderne Filterbeutelmaschinen erworben.

Dank der Vision und Führung von Dr. Alexander Kottas-Heldenberg und seiner Frau Dr. Bettina Kottas-Heldenberg – ebenfalls Ärztin – etabliert sich DR. KOTTAS als Top-Marke in den österreichischen Apotheken. Das Unternehmen gehört konstant zu den Top 10 OTC-Marken und rangiert seit 2016 unter den Top 3 OTC-Marken in Österreich.

Tradition und Innovation: Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Die Produktion der DR. KOTTAS Arzneitees erfolgt unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards. Zertifiziert nach GMP (Good Manufacturing Practice), stellt KOTTAS sicher, dass die pflanzlichen Arzneimittel den strengen Richtlinien entsprechen. Die Arzneitees werden bevorzugt aus heimischen Heilkräutern hergestellt. Dr. Alexander Kottas-Heldenberg fördert und unterstützt den Anbau von wichtigen Heilkräutern in Österreich. Als Arzt ist es ihm wichtig, Phytotherapie (Kräuterheilkunde) auf der Grundlage traditionellen Wissens mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden und seriös anzuwenden.

Dr. Alexander Kottas-Heldenberg forciert den Ausbau des bestehenden Sortiments und erweitert das Produktportfolio um hochwertige Nahrungsergänzungsmittel. 2018 wird der KOTTAS Kräuterhaus Online-Shop gelauncht. So haben Kund*innen außerhalb Wiens die Möglichkeit, Produkte aus dem KOTTAS Kräuterhaus (vormals Mag. KOTTAS Kräuterhaus) online zu erwerben.

Mit den Geschwistern Maximilian Kottas-Heldenberg und Theresa Kottas-Heldenberg steht die 9. Generation des Familienunternehmens KOTTAS bereit, das wertvolle Kräuterwissen wie die vorangegangenen Generationen zu wahren und weiterzugeben.

KOTTAS Firmenzentrale in der Außenansicht

Die KOTTAS Firmenzentrale mit Lagerhallen in der Eitnergasse 8, 1230 Wien.

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